Warm Up – Auf dem Markgrafen-Weg von Bayreuth nach Kulmbach

By Dominik und Ellen

Der Markgrafen-Weg – über Wiesen und Berge, durch Wälder und Täler

Eine Woche ist seit unserer Wohnungsauflösung vergangen. In einer weiteren Woche geht unser Flieger nach Costa Rica. Es war an der Zeit sich von unseren lieben Freunden in Bayreuth zu verabschieden. Nachdem wir uns auch schon von unserem Auto getrennt hatten, haben wir überlegt, wie wir wieder zurück nach Kulmbach kommen. Wir wollten unbedingt nochmal eine längere Wanderung unternehmen bevor wir starten. Leider war für alle anderen geplanten Touren in den vergangenen fünf Wochen einfach keine Zeit mehr. Also warum nicht die Gelegenheit beim Schopfe packen und die Strecke zu Fuß zurücklegen?!

Nach kurzer Recherche fanden wir den Markgrafen-Weg, der mit einer Strecke von 26 km genau unseren Vorstellungen entsprach:

  • Länge: 26 km (Achtung: das ist eine Berechnung ab dem Festspielhaus in Bayreuth bis zur Plassenburg in Kulmbach dazu kommen also ganz schnell nochmal zwei bis drei Kilometer)
  • Schwierigkeitsgrad: einfach bis mittel
  • Wegbeschaffenheit: überwiegend gut ausgebaute Feld- und Waldwege
  • Dauer: ca. 6 Stunden
  • Symbol: blauer horizontaler Balken auf weißem quadratischem Grund
  • Hier geht’s zur offiziellen Seite vom Kulmbacher Land
Es gibt nur für die Richtung von Kulmbach nach Bayreuth eine Wegbeschreibung; leider nicht umgekehrt.– Ellen und Domi

Aber gut, wir sind unerschrocken und die Wege in unserer oberfränkischen Heimat sind uns nicht völlig unbekannt. Los geht der Weg in Bayreuth am Festspielhaus und verläuft über den Siegesturm in Richtung Theta. Die Beschilderung ist sehr gut und es fällt leicht dem Weg zu folgen.

Die erste Einkehrmöglichkeit – die man auch unbedingt nutzen sollte – ist die „Hochtheta“. Ein sehr schön gelegener Biergarten mit leckerem Essen zu vernünftigen Preisen. Nachdem wir für ein Jahr auf dieses sehr gute Essen verzichten müssen, ist es für uns eine gute Ausrede um sich mit leckerem Bier und Grillhaxen für den weiteren Weg zu stärken.

Samtags gibt es auf der Theta immer vorzügliche Grillhaxen – nicht verpassen!– Ellen und Domi

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Die weitere Wegführung ist bis Waldau gut ausgeschildert und führt durch zwei Waldstücke, vorbei an der Sandgrube in Pechgraben und der Reitanlage in Waldau. Leider haben wir den Abzweig des Markgrafen-Weg‘s in Waldau verpasst und so unsere Wanderung um knapp drei Kilometer verlängern dürfen. Also Obacht! Der Weg zweigt am dortigen Feuerwehrhaus ab und folgt nicht weiter der Hauptstraße in Richtung Schwingen. Bevor man den Ort auf der Hauptstraße verlässt (wie wir), dreht man lieber um und sucht den richtigen Abzweig.

Nach Waldau wurde es dann doch etwas abenteuerlicher. Im Waldstück, das zwischen den Ortschaften Waldau und Lindau liegt, müssen wohl „Scherzkekse“ am Werk gewesen sein. Denn, es gibt nur noch eine Wegbeschilderung zu Beginn und Ende des Waldes! Kommt man aus Richtung Kulmbach mag das kein großes Problem sein, denn anfänglich ist der Weg eindeutig und es scheint im Folgenden logisch immer weiter bergab zu wandern. Aus der Gegenrichtung gestaltet es sich doch schwieriger als erwartet, da der Weg bergauf mehrfach verzweigt und nicht gekennzeichnet ist.

Daher gilt:

Nach Überquerung der Autobahn A70 bei Waldau, geht der Weg steil bergauf. Kurz darauf gelangt man zu einer Kreuzung an der man rechts abzweigt und weiter bergauf geht. Die folgenden Abzweigungen können allesamt ignoriert werden und man folgt dem Hauptweg geradeaus bergauf. Später geht der Weg auf einem Kamm wieder bergab, bis die Beschilderung allmählich wieder beginnt. Man folgt dem Weg aus dem Wald heraus bis an die Straße. Diese überquert man und geht auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder auf einen geschotterten Feldweg (vor dem Eingang ist ein kleiner Parkplatz). Die Beschilderung ist gut versteckt an einem Verkehrszeichen angebracht und nur sichtbar, wenn man nahe davor steht. Der Feldweg geht ein ganzes Stück bergauf und macht dann eine Rechtskurve in Richtung Wald. Ab hier kann man ohne Probleme wieder der Beschilderung bis nach Tennach und weiter nach Kulmbach vertrauen.

Hier ein paar Impressionen von Unterwegs:

Unser Resümee:

Wir fanden den Markgrafen-Weg vergleichsweise langweilig. Es gibt Stellen mit schönen Ausblicken aber es überwiegen landwirtschaftlich genutzte Wiesen, Felder und Wälder. Für Personen, denen es hauptsächlich um den sportlichen Aspekt geht, ist es eine gute Strecke mit schöner Abwechslung zwischen bergauf und bergab.

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Dominik und Ellen

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